Breiter, offener Manschettenarmreif aus einer Kupferlegierung, möglicherweise aus der späten Bronzezeit bzw. dem Übergang zur frühen Eisenzeit. Der leicht ovale Reif ist 6,1 cm hoch und besitzt an der weiteren Seite einen Durchmesser von etwa 7,7 cm; das Gewicht beträgt 275 g. Die Oberfläche ist durch kräftig plastische Rippen gegliedert. Mehrere horizontal umlaufende Rippen fassen Zierzonen mit schräg angeordneten Linienbündeln ein, die ein Fischgräten- bzw. Chevronmuster bilden. Auch die Randbereiche sind durch parallel verlaufende Wülste betont. Die beiden Enden des offenen Reifs sind verbreitert und vergleichsweise glatt gestaltet. Die ungewöhnlich plastische, drahtartig wirkende Ornamentik könnte auf eine Herstellung im Gussverfahren nach einem aus einzelnen Wachselementen aufgebauten Modell hinweisen. Vergleichbare technische Gestaltungen sind bei spätbronzezeitlichen Manschetten- und Pseudo-Spiralarmreifen bekannt. Eine Datierung etwa in das 10.–8. Jahrhundert v. Chr. erscheint daher möglich, bleibt jedoch vorläufig.
Modell: © Landessammlungen Niederösterreich, Niederösterreich 3D
Objektdetails
Fundort: Carnuntum
Material: Bronze
Maße: H 6,1 cm; Dm 7,7 cm, 275 Gramm
Datierung: -