Die Statue des heiligen Johannes Nepomuk in Laab im Walde zeigt den böhmischen Priester und Märtyrer in seiner traditionellen geistlichen Kleidung. Über dem langen Gewand trägt er ein spitzenbesetztes Chorhemd und eine Schulterpelerine. Sein Haupt umgibt ein Heiligenschein mit fünf Sternen, die der Überlieferung nach bei seinem Tod über der Moldau erschienen sein sollen.
In seiner linken Hand hält der Heilige ein Kruzifix, während seine erhobene rechte Hand eine Segensgeste zeigt. Besonders bemerkenswert sind die zu seinen Füßen dargestellten Attribute, darunter ein aufgeschlagenes Buch und ein geistliches Kopfbedeckungsstück. Sie unterstreichen seine priesterliche Würde und seine religiöse Gelehrsamkeit.
Johannes Nepomuk wurde 1393 in Prag auf Befehl König Wenzels IV. von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt. Er gilt als Schutzpatron der Brücken, Schiffer und gegen Wassergefahren sowie als Bewahrer des Beichtgeheimnisses. Seine Verehrung ist besonders in Österreich und Böhmen weit verbreitet.
Die unter Denkmalschutz stehende Sandsteinstatue stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und befand sich ursprünglich beim Kärntnertor in Wien. Heute steht sie gegenüber der Pfarrkirche St. Koloman in Laab im Walde. Im Jahr 1896 wurde die Statue an ihrem heutigen Standort feierlich geweiht. Sie ist ein bedeutendes Zeugnis der barocken Heiligenverehrung in der Region