Der Sommer 2026 hinterlässt an der Donau ungewöhnliche Bilder. Wo normalerweise Wasser über Kies und Geröll strömt, liegen derzeit ausgedehnte Bereiche des Flussbetts frei. Ursache ist eine lange Trockenperiode, die besonders den Osten Österreichs und damit auch Niederösterreich betrifft. Bereits das Frühjahr 2026 war außergewöhnlich trocken. Gleichzeitig blieb die Schneelage in den Alpen unterdurchschnittlich, wodurch auch der Beitrag der Schneeschmelze zur Wasserführung vieler Flüsse geringer ausfiel.
Im Sommer verschärfte sich die Situation weiter. In Teilen Niederösterreichs fiel über längere Zeit kaum Niederschlag. Die Donau erreichte dadurch sehr niedrige Wasserstände, die stellenweise an ausgeprägte Niedrigwasserjahre wie 2003 oder 2018 erinnern. Die Folgen sind deutlich sichtbar: Kiesbänke treten hervor, Uferbereiche fallen trocken und Steine, die sonst unter der Wasseroberfläche liegen, werden freigelegt. Für kurze Zeit entsteht so eine Landschaft, die normalerweise verborgen bleibt.
Das 3D-Modell dokumentiert einen solchen Moment: einen Ausschnitt des Donauufers beziehungsweise Flussgrundes in Niederösterreich, der unter normalen Bedingungen vom Wasser bedeckt ist. Die freigelegten Steine sind damit zugleich eine Momentaufnahme des außergewöhnlichen Niedrigwassers im Sommer 2026.