Die beiden rekonstruierten Weihaltäre im Kurpark von Bad Deutsch-Altenburg erinnern an das bedeutende römische Heiligtum auf dem nahegelegenen Pfaffenberg bei Carnuntum. Dieses war vor allem Iuppiter Optimus Maximus, dem höchsten römischen Staatsgott, sowie dem Kaiserkult gewidmet. Die Originaldenkmäler wurden bei archäologischen Untersuchungen des Pfaffenbergs entdeckt; zahlreiche Stücke gelangten später in das Museum Carnuntinum.
Der linke Altar trägt eine nur teilweise erhaltene Inschrift mit der Widmung I·O·M – Iovi Optimo Maximo („Jupiter, dem Besten und Größten“). Genannt wird außerdem eine Vexillatio der Legio XIIII Gemina, also eine abkommandierte Teilabteilung jener Legion, die seit dem frühen 2. Jahrhundert n. Chr. in Carnuntum stationiert war. Der Altar dürfte daher in die frühe römische Kaiserzeit des Heiligtums gehören. Auf den Seiten sind typische Opfergeräte wie Patera und Opferkrug dargestellt.
Auch der zweite Altar war Jupiter Optimus Maximus geweiht. Seine Rekonstruktion verdeutlicht die große Zahl an Votivaltären, die einst auf dem Pfaffenberg standen. Solche Altäre wurden von Soldaten, Amtsträgern, Priestern oder anderen Stiftern als Dank, zur Erfüllung eines Gelübdes oder im Rahmen öffentlicher Kultfeiern errichtet. Die im Kurpark aufgestellten Rekonstruktionen vermitteln damit einen Eindruck von der einst reichen Ausstattung des bedeutendsten römischen Kultplatzes im Umfeld von Carnuntum.