Das Standbild Kaiser Josephs II. in Ybbs.
Am 5. November 1789 besuchte Joseph II. die Stadt Ybbs an der Donau. Dieses Ereignis galt den Zeitgenossen als besondere Auszeichnung und wurde fast hundert Jahre später mit einem Denkmal gewürdigt. Das Bronzestandbild aus dem Jahr 1887 erinnert bis heute an diesen kaiserlichen Besuch und an die Reformpolitik Josephs II., die auch in den Provinzen große Wirkung entfaltete.

Die Denkmäler für Joseph II. entstanden überwiegend im späten 19. Jahrhundert, einer Zeit intensiver Geschichtspflege und Identitätssuche innerhalb der Habsburgermonarchie. Joseph II. galt als „Volkskaiser“: Er förderte Schulreformen, schränkte die Macht der Kirche ein, hob die Leibeigenschaft auf und setzte sich für Verwaltungs- und Rechtsreformen ein. Städte und Gemeinden stellten ihm Denkmäler auf, um ihre Loyalität zum Kaiserhaus zu zeigen und zugleich an einen Herrscher zu erinnern, der als modern und fortschrittlich wahrgenommen wurde.

Heute existieren in Österreich rund ein Dutzend bis etwa zwanzig bekannte Standbilder und Büsten Josephs II. Sie finden sich vor allem in Niederösterreich, Wien, Oberösterreich und der Steiermark. Manche stehen auf zentralen Plätzen, andere in Parkanlagen oder vor öffentlichen Gebäuden.

Objektfotos
Niederösterreich 3D - Ybbs an der Donau - Kaiser Joseph II.
Niederösterreich 3D - Ybbs an der Donau - Kaiser Joseph II.

Standort



Mehr aus dem Bezirk Melk: